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The English Theatre |
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The Island Musical Theatre (1) |
| Nürnberg
02 (2010) The Island Musical Theatre (2) |
Landshut /
Essenbach The Island Musical Theatre (3) |
München
02 The Island Musical Theatre (4) |
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Die 2 CDs "Ungekürzte Originalaufnahme in deutscher Sprache - München 1968" enthalten alle Lieder und die textuellen Teile zwischen den Liedern (von Polydor 1998). Man findet die CDs bei Amazon, wenn man nach dem Musical HAIR sucht. Im Booklet sind keine Texte enthalten, dafür "allgemeine Beschreibungen über den Inhalt des Musicals". Die Texte der Lieder und den Text zwischen den Liedern verstehe ich (meistens) durch Zuhören.
Daneben gibt es eine gekürzte Fassung mit dem Titel "Deutsche Originalaufnahme". Auch dort sind keine Texte im Booklet enthalten.
Eine weitere CD, die ich erwähnen
möchte,
ist von und mit Udo Lindenberg, Nina Hagen, Ron Williams und Uwe
Ochsenknecht.
Sie vermittelt einen Ausschnitt der Lieder, dafür hat man dann
aber
auch die Texte im Booklet. Titel: "Die deutsche Neuaufnahme
1993".
Die Texte sind in deutsch.
Ein Textindex zu HAIR is unter dem Link
<<Rechte
und Texte>> angegeben (s.o). Dabei werden die Titel deutscher und
englischer
Texte gegenübergestellt, soweit sie mir aus verschiedenen
Veranstaltungen
und Veröffentlichungen bekannt sind.
Im Jahr 2010 gibt es eine ganze Reihe von
Musical
HAIR Veranstaltungen, unter anderem in Nürnberg
(Meistersingerhalle)
und München (Zirkus Krone).
Momentan finden in NewYork Veranstaltungen statt
(momentan: August 2009).
Man kann sich bei "Eventim" darüber
informieren.
Hair ist ein Musical mit einer Filmvariante. Die deutsche Version hieß Haare (1968). Heute (2000+) werden auch deutschsprachige Aufführungen unter dem Titel "Hair" vorgenommen.
Die Musik ist von Galt McDermot. Buch und Songtexte stammen von Gerome Ragni & James Rado.
Die ersten Aufführungen fanden 1967 statt. In dieser Zeit spielt auch die Handlung.
Der Film zu HAIR stammt von 1979, Regisseur war Milos Forman.
Während der Film handlungsmäßig fixiert ist, unterscheiden sich die einzelnen Musicals. Zwar sind die Liedertexte oft identisch, aber das Bühnenbild, der Standort der Musiker, die Anzahl der Akteure und die Handlungsabläufe zwischen den Liedern sind unterschiedlich. Auch die Anzahl und Auswahl mancher Lieder, sowie die Sprache, kann unterschiedlich sein.
Für eine genauere Diskussion verweise ich
auf die Links zu den Veranstaltungen in verschiedenen Städten.
Zur Zeit des Vietnamkrieges mußten die jungen amerikanischen Männer mit ihrer Einberufung rechnen. HAIR verarbeitet den Protest gegen diesen Krieg und bezieht sich dabei inhaltlich auf die amerikanische Lebenssituation. Dennoch hatte HAIR weltweiten Erfolg. Langhaarigkeit bei Männern wurde auch in Deutschland zu einem Symbol für individuelle Freiheit und den Wunsch nach einer eigenen, unabhängigen Lebensweise. Wunschvorstellungen waren insbesondere die Befreiung von religiösen und sexuellen Wertvorstellungen der vorangehenden Generation. HAIR provozierte daher auch gerade in diesen Bereichen.
Von 1968 - 1972 wurde HAIR am Broadway ohne Unterbrechung aufgeführt. Auch in England war es sehr erfolgreich. Die Deutsche Version Haare lief 1 1/2 Jahre.
HAIR ist sehr komplex und manche Teile sind von der Sprache her
nicht
leicht zu verstehen. Das ist vielleicht einer der Gründe, warum es
in England und den USA deutlich sichtbareren Erfolg hatte.
Die Texte der Deutschen Originalaufnahme sind nicht in allen Teilen direkte Übersetzungen, orientieren sich aber inhaltlich an den englischen Texten (ich beziehe mich hierbei nur auf die Liedertexte).
Veranstaltungen, bei denen Teile von HAIR in Deutsch vorgetragen wurden, gab es in Halberstadt (2003/2004) und in Pforzheim (2004/2005). In Halberstadt wurden fast alle Lieder auf Deutsch gesungen, in Pforzheim fast alle Lieder auf Englisch, der Text zwischen den Liedern war bei beiden Veranstaltungen in Deutsch. Auch in Kassel (2009) wurde der Text zwischen den Liedern auf Deutsch vorgetragen, die Lieder selbst in Englisch.
Die Texte für die Deutsche Originalaufnahme von 1968 stammen von Walter Brandin.
| Die Besetzung für die Deutsche Originalaufnahme
von 1968:
Ann Helstone, Barbara Elf, Reiner Schöne, Charles Berry, Bernd Redecker, Birgit Rüssmann, Donna Gaines (Donna Summer), |
Horst Twieg, Ronnie Williams, Elke Koska, Lyvia Bauer, Minoru
Terada,
Bernd Tischer, Renate Mauerer, Gudrun "Su" Kramer, Stella Mooney,
Shirley
Thompson, Udo Janson & Verina Weiss
Regie: Bertrand Castelli |
| Für mich beschreibt das "Musical Hair" die Gefühle einer vergangenen Zeit, als der Wunsch nach Liebe, Freiheit und Selbstbestimmung auftauchte, Verweigerung gegen die Anforderungen der Gesellschaft, der Wunsch nach einer besseren Welt, der Wunsch nach mehr Gemeinsamkeit. Es waren aber mehr die Gefühle, die da waren, weniger die Umsetzung in der Wirklichkeit. | Fakt ist, dass sich
viele junge
Männer damals ihre Haare lang wachsen ließen und man sah
Frauen
mit offenen langen Haaren.
In manchen Fällen konnten Lehrer Mädchen und Jungen nicht mehr auseinanderhalten, und viele Friseure gerieten in Existenznot. |
Langhaarigkeit widersprach den Vorstellungen von einem ordentlichen, strebsamen und fleißigen jungen Manne, und erzeugte bei der älteren Generation Aggressionen. Dabei war es nicht in allen Fällen als Provokation gemeint. Das Bedürfnis nach Langhaarigkeit kann hiervon völlig unabhängig auftreten, wie z.B. der Blick auf Langhaarseiten im Internet zeigt.
Frauen mit langen Haaren wurden zu Hippiezeiten sehr bewundert und verehrt. Aber auch dieser Gesichtspunkt hat eine subjektive Prägung. An so sehr viele Frauen mit langen Haaren kann ich mich gar nicht erinnern. Nach meinen Erfahrungen waren "Hippies" eher Ausdruck einer Subkultur, und nur die wenigstens gehörten dazu. Davon unabhängig hatten die meisten junge Männer lange (oder längere) Haare. Das, was das Publikum heute im Theater sieht, war gar nicht die alltägliche Realität. Ich glaube, dass auch viele der damaligen Generation nur davon geträumt haben. Aber die Gefühle waren da, und vieles davon wird durch HAIR ausgedrückt.
In HAIR ist die Begeisterung für lange
Haare
nicht nur Protest gegen das Establishment, es werden auch Gefühle
für die Schönheit langer Haare wiedergegeben:
| "give me a head with hair, long beautiful hair" ... "There ain´t no words for the beauty, the splendor, the wonder of my HAIR" - Hair | "frei" übersetzt: gib mir Haare, lange schöne Haare ... Es gibt keine Worte um die Schönheit, Pracht und das Wunder meiner Haare zu beschreiben |
Für einen Teil der männlichen Bevölkerung war das Feminine, das sich in den langen Haaren ausdrückte, erstrebenswert. Sie versuchten der Schönheit weiblicher Haare nachzueifern. Ganz im Gegensatz zu den an männlichen Werten orientierten Vorstellungen, die das Bild der Gesellschaft seit Jahrhunderten prägten (und wieder prägen).
Die Angst vor einem Atomkrieg war 1967 weit stärker ausgeprägt als im Jahre 2003, und insbesondere der Vietnamkrieg hat das Lebensgefühl einer ganzen Generation beeinflußt. Die Verweigerung gegen den Krieg ist eines der zentralen Themen von Hair.
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind lange
Haare
kein Symbol mehr für die Revolte gegen das Establishment, dennoch
lebt Hair weiter und findet auch weiterhin Zuspruch, in den Jahren
2003-
2009 wurden eine Reihe von Aufführungen angeboten. Ein Teil davon
wird im Archiv referenziert.
| Bemerkenswert ist allerdings, dass heute (2000+) der größte Teil der männlichen Bevölkerung freiwillig sehr kurze Haare trägt. Diejenigen, die dennoch lange Haare wollen, tragen sie oft sehr lang. Es erscheint mir heute einfacher, mit sehr langen Haaren zu leben, als in den 70er und 80er Jahren des vergangen Jahrhunderts. Aber vielleicht ist dies auch ein bisschen davon abhängig, welche Arten von Jobs man ausüben möchte. Interessant ist auch, dass viele Besucher von HAIR Veranstaltungen selbst sehr kurze Haare haben. Unsere Gesellschaftsform scheint das Haarwachstum nicht sonderlich zu fördern, auch wenn die offizielle Ursache in genetischen Veranlagungen gesehen wird. |
Das Symbol + verknüpft Begriffe konjunktiv,
+a
+b hat die Bedeutung a
und b.
Die gleichen Ergebnisse findet man, wenn man
das Symbol "+" nicht benutzt.
Eventim meldet eine Reihe von
Veranstaltungen von Dezember 2009 bis April 2010, in verschiedenen
Deutschen Städten (Fulda, Nürnberg, München, Stuttgart
...)
Dahinter steht das "Island Musical Theatre".
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